Archiv

Die Archivseite zeigt einen unvollständigen Rückblick auf die Sonderausstellungen der vergangenen Jahre.

 

Herbst 2017

Mineralien aus Nassauischen Bergrevieren – verborgene Schätze aus der Diezer Museumssammlung

Vor mehr als hundert Jahren wurde für das damalige Diezer Heimatmuseum eine umfangreiche Sammlung von Mineralien angelegt. Mit wichtigen und prächtigen Belegstücken aus heute längst geschlossenen Erzgruben und Steinbrüchen repräsentierte sie den regionalen und überregionalen Nassauischen Bergbau. Durch die Schließung des Heimatmuseums in den 1990er Jahren verschwanden die Mineralien aus dem Blick der Öffentlichkeit. Sie sind nicht mehr Bestandteil der Dauerausstellung des Museums im Grafenschloss Diez.
Das Museum macht die alte Mineraliensammlung nach rund 20 Jahren im Magazin nun wieder für einige Wochen zugänglich. Ergänzt durch Leihgaben aus dem Museum Wiesbaden, dem Heimat- und Bergbaumuseum Esterau in Holzappel und aus privaten Sammlungen, bildet sie den Kern- und Schwerpunkt der am Tag des Geotops eröffneten Sonderausstellung.

 

Herbst 2016

Die Elektrifizierung aus lokaler Sicht

In der Ausstellung geht es nicht alleine darum, wann für wen welche Art von elektrischem Strom verfügbar war und wie die alten Anlagen und Geräte aussahen. Über das Technische hinaus wird auch ein Eindruck davon vermittelt, welches ungeheure Ausmaß an Veränderungen die Elektrifizierung für das Alltags- und Berufsleben bedeutete: Licht zu jeder gewünschten Zeit, Telegramm und Telefon, elektrische Apparate als Helfer in Haushalt und Landwirtschaft, neue „elektrische“ Materialien… Später kam die Elektronik, zunächst mit dem Radio, dann mit dem Fernseher und zuletzt mit Computer, Internet, Mobiltelefon und der Steuerung aller erdenklichen Vorgänge.

Darüber hinaus schuf die Elektrizität neue Berufe in der Produktion – etwa von Glühlampen – und in der praktischen Installation und Wartung. Für uns Heutige ist dies alles eine Selbstverständlichkeit. Aus der Sicht des Beginns der Elektrifizierung von vor rund 110 Jahren aber wäre es unsere Situation der Ausblick auf eine märchenhafte, kaum vorstellbare Welt der Zukunft gewesen.

 

Herbst 2013

Die Anfänge der Photographie im Raum Diez-Limburg

Die älteste lokal überlieferte Porträtaufnahme entstand um 1845, nur wenige Jahre nach Erfindung der Photographie. Einige Zeit später wurden schon systematisch Porträts von Diezer Bürgern angefertigt, sogenannte „Salzpapierbilder“, die als umfangreiche Sammlung erhalten sind. Weitere frühe Einzelstücke von Reisephotographen der 1850er Jahre, die frühesten Aufnahmen der Stadt Diez und Einblicke in die photographischen Pioniertechniken runden die Ausstellung ab. Wie gewohnt, wird auf Anschaulichkeit Wert gelegt. Sie können nach dem umgekehrten Bild auf der Mattscheibe einer alten Studiokamera suchen, mit dem Stereobetrachter Kopien von historischen Diezer Stereophotos anschauen und ausgesuchte alte Carte-de-visite-Photos in die Hand nehmen.
Als Begleitprogramm zur Sonderausstellung wurde im Sommer der museumspädagogische Programmbaustein „Cyanotypie – blaue Photographien bei Tageslicht selbst gemacht“ als Ferienaktion für maximal 10 Kinder durchgeführt. Die Aktion kann seither nach Absprache gebucht werden.